Nur bei einem sehr kompakten Baukörper sind große Gebäude energieeffizient und kostengünstig zu realisieren. Mehr als zwei Geschosse waren an diesem Standort städtebaulich nicht vertretbar, da das Grundstück am Ortsrand einer kleinen Gemeinde liegt. Beim Entwurf wurde von Anfang an mit einer zweibündigen Anlage, die einen tiefen Baukörper erzeugt, gearbeitet. Sich daraus üblicherweise ergebende Nachteile in der Belichtung wurden jedoch von Anfang an kompensiert bzw. aufgefangen durch eine großzügige Dachverglasung (Sheds) in den Kernbereichen. Durch die Oberlichtsheds mit den darunter liegenden Lufträumen wird nicht nur ein lichtdurchfluteter Bereich geschaffen, sondern auch eigene räumliche Qualitäten geschaffen (Schule auch als Ort der Selbstbesinnung).
Eine konsequente Zonierung war hierfür Grundvoraussetzung. Der Baukörper muss dazu eine prinzipielle Nord-Südausrichtung aufweisen, um den Haupträumen den Großteil der solaren Gewinnen zukommen zu lassen und untergeordnete Räume nach Norden orientieren zu können. Bei einer Tiefe von ca. 20 bis 28 Metern wurde folgende Zonierung vorgesehen:
Südseite: Klassenräume, Mehrzweckraum, Aula
Mittelzone: Erschließung, Neben- und Abstellräume
Nordseite: Fachräume, Verwaltung.
Alle Klassenräume erhielten eine direkte Verbindung zum Schulgarten, da auch die Klassenräume im Obergeschoss über Rettungstreppen einen jeweils eigenen Zugang nach unten bekamen. Die Außentreppen sind zudem auch Teil des Brandschutzkonzeptes und somit eine sehr vorteilhafte Lösung. Die gleiche Situation findet sich im Obergeschoss auch in den Fachräumen für Zeichnen und Musik und dem Raum für Mittagsbetreuung.
Um die Kompaktheit zu erhöhen lagert die Einfachturnhalle mit der Längsseite direkt an der Aula an. Die Verbindung mit der Aula (große Öffnung mit einer mobilen Trennwand) gibt vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, wie größere gemeinsame Veranstaltungen, Schulfeste, Aufführungen. All dies sind Elemente, die die Montessoripädagogik unterstützen.







