Chance für 20 000 Jobs

Was bringen die grünen Technologien der Region? Diskussion beim Unternehmertag

Kassel. Die hessische Industrie fordert mehr Anerkennung und mehr Unterstützung ihrer Forschungsarbeit. Das ist ein Ergebnis des Unternehmertages, der am Wochenende in fünf hessischen Städten stattfand. In Kassel diskutierten auf Einladung der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) Günther Cramer (SMA), Manfred Greis (Viessmann), Ahmed Al Samarraie (Isofloc) und Thomas Krause (Seeger Engineering) über "ressourcenschonende Technologien als Wachstumskerne".

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Bei der Runde im Technologie- und Gründerzentrum ging es um die "grünen Technologien". Denn in Nordhessen sitzen viele Unternehmen, die sich um regenerative Energien und Energieeffizienz kümmern. Und, da waren sich die Unternehmer auf dem Podium einig: Diese Branche ist ein Wachstumsmotor für die Region. 20 000 neue Arbeitsplätze wolle die Branche bis zum Jahr 2020 schaffen, kündigte SMA-Vorstandssprecher Günther Cramer an.
Aber was ist der richtige Weg, um Klimaschutz und Wirtschaftswachstum gemeinsam zu erreichen? Während SMA auf dem Markt der Fotovoltaik eine führende Rolle spielt, arbeiten bei Viessmann Ingenieure daran, Heizungsanlagen effizienter zu machen. "Effizienz ist unsere wichtige Ressource", sagte der Generalbevollmächtigte Manfred Greis. Durch den Einsatz moderner Technologien lasse sich schon heute auf dem Wärmemarkt der Gesamtbedarf fossiler Energien um zehn Prozent senken. Allerdings, das gestand Greis ein: Energieeffizienz war auch für die Industrie lange Zeit ein Fremdwort - angesichts der hohen Energiekosten gingen viele Unternehmen das Thema heute bei ihrer Produktion sensibler an.
Mit Energieeffizienz beschäftigt sich auch die Firma Isofloc aus Lohfelden. Ahmed Al Samarraie, Geschäftsführer des Herstellers von Dämmtechnik, setzte in der Diskussion auch auf die ökologischen und ökonomischen Effekte des Energiesparens. Dem stimmte auch Thomas Krause zu, der als Geschäftsführer der Firma Seeger in Hessisch Lichtenau Anlagen zur Energieerzeugung aus Biomasse plant. Er hat jedoch auch die Herstellung von Energie im Blick - und die verläuft nach seinen Worten künftig nicht mehr in riesigen Kraftwerken, sondern dezentral. Was alle einte: Sie wollen die Kompetenzen und das Wissen, die in der Region Nordhessen rund um die grünen Technologien konzentriert sind, als Chance für Wachstum nutzen. (hai)
Mit freundlicher Genehmigung der HNA www.hna.de

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