Die Orangerie im Eutiner Schlossgarten

Als ehemalige Residenz der Fürstbischöfe von Lübeck und späteres Wohnschloss der Grossherzöge von Oldenburg vermittelt das Eutiner Schlossmuseum einen einzigartigen Eindruck herrschaftlicher Wohnkultur. Die Besonderheit der Anlage besteht in dem einmaligen Zusammenspiel von originaler historischer Architektur und authentischer Ausstattung.
1986 bis 2006 wurde das Schloss aufwendig saniert und restauriert.

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Auch das Inventar aus Gemälden, Gobelins, opulenten seidenen Wandbespannungen oder auch sehenswerten Kachelöfen wurde fachgerecht bearbeitet. Ergänzt wird die Gesamtpräsentation durch eine wertvolle Ausstellung zur Kulturgeschichte des Horns.

Das Schloss Eutin

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Der Schlossgarten
Der Eutiner Schlossgarten mit seiner Orangerie, dem Gärtnerhaus und dem Monopteros zählt zu den herausragenden Gartenkunstdenkmälern der Aufklärung. Zusammen mit dem Schloss und dem klassizistischen gehaltenen Schlossvorplatz bildet er ein sehenswertes Ensemble.

Sanierung der Orangerie im Eutiner Schlossgarten
Inmitten des Eutiner Schlossgartens befindet sich der Küchengarten - ein durch hohe Backsteinmauern abgeschirmter Wirtschaftsgartenteil des gegen Ende des 18. Jahrhunderts umgestalteten Englischen Landschaftsgartens. Zu den beeindruckenden Gebäuden im Küchengarten gehört die Orangerie.
Das Gebäude geht auf die bereits um 1740 auf dem Kupferstich erkennbare barocke Orangerie zurück. Ein Orangerie - Neubauentwurf von Hofbaumeister Georg Greggenhofer wurde hingegen nie realisiert. Die barocke Orangerie wurde 1776 bereits zu einem Comoedien-Haus umgebaut. Zeitgleich mit der Umgestaltung des Französischen Parks in einem Englischen Landschaftsgarten wird das Gebäude 1791 baulich wiederum in seine ursprüngliche Funktion zurückgeführt. Die Dissertation von Dr. Ulrich Pietsch über den Hofbaumeister Georg Greggenhofer aus dem Jahre 1977 sowie die baugeschichtliche Untersuchung von Dr. Michael Scheftel von 2005 geben näheren Aufschluss über die unterschiedlichen Bauphasen des heute Baudenkmal eingestuften Gebäudes.

Das Rotsteingebäude verfügt über ein Mansarddach mit Schopf und öffnet sich traufseitig in südwestlicher Himmelsrichtung über 7 Fensterachsen. Die Giebel im Dachgeschoss sind in Fachwerk gezimmert und ausgefacht. Die sprossengeteilte großflächige Befensterung ist zu öffnen und war ursprünglich durch textile Rollos von außen abdunkelbar.
Der ungeteilte, fast vier Meter Hohe Raum im Gebäudeinneren dient der Überwinterung empfindlicher Kübelpflanzen, unter ihnen auch Orangenbäume, die hier bei viel Licht und Temperaturen um die +10 Grad die kalte Jahreszeit verbringen. Ein frei im Raum stehender Ofen verhindert während der Einlagerung Frostschäden für die Pflanzen; die starken Außenmauern dienen als zusätzlicher Wärmespeicher. Der rückwärtige Fachwerkanbau beherbergt Nebenräume sowie die Erschließungstreppe für den Dachraum, der nach Gisela Thietje auch als Heuboden genutzt wurde.

Bei einer grundlegenden Umgestaltung 1977/78 werden mit dem gesamten Dachstuhl und dem rückwärtigen Fachwerkanbau wichtige Originalbestandteile ausgetauscht und entziehen sich damit heute einer weiteren gebäudekundlichen Untersuchung. Durch den Einbau einer Wohnung im Dachgeschoss werden konstruktive Veränderungen notwendig, die den ursprünglichen Einraum im Erdgeschoss mit Stützen und Unterzügen versehen und ihn in mehrere Einzelräume unterteilen. Der Einbau von Gauben in die bislang ungestörte Dachfläche verändert zudem das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes. Den alten konstruktiven Zustand verdeutlicht heute nur noch eine Bestandszeichnung von Hermann C. B. Roese aus dem Jahr 1855.

Auf der Grundlage eines internationalen Wettbewerbs zur Revitalisierung des Eutiner Küchengartens, den die Bürogemeinschaft Kathrin Franz / Matthias Dreßler 2006 für sich entscheiden kann, wird im Oktober 2008 mit der Sanierung der Orangerie begonnen. Die Bauleitung vor Ort übernimmt Thomas Uhlen.

Die Orangerie soll nach den Vorstellungen der Stiftung Schloss Eutin als Eigentümerin nach erfolgter denkmalgerechter Sanierung wieder in ihrer ursprünglichen Funktion genutzt werden, darüber hinaus jedoch in den Sommermonaten festliche Veranstaltungen ermöglichen.

Quelle: www.schloss-eutin.de/kuechengarten


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Bauherr
Stiftung Schloss Eutin
vertr. durch Dr. Juliane Moser
Schlossplatz 5
23701 Eutin
Tel.: 04521 70950

isofloc-Fachbetrieb
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Kührener Weg 6, 24329 Dannau
Te.: 04383 9840
Mobil: 0170 3216930
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