Naturbaustoffe und Brandschutz

Brandverhalten von Zellulose überzeugt Bauherren, Behörden und Feuerwehr

Grundlage der brandschutztechnischen Bewertung von Baustoffen und Bauteilen sind die Prüfverfahren der DIN 4102. In der Norm werden Baustoffe nach ihrem Brandverhalten klassifiziert – Klasse A (A1/ A2) nicht brennbar, Klasse B (B1/ B2/ B3) brennbar – sowie Bauteile nach Feuerwiderstandsklassen eingeteilt. Die Bezeichnungen F 30 bis F 180 geben dabei die Zeit in Minuten an, der eine Konstruktion einer genormten Brandbeanspruchung widerstehen muss.

Quelle: Auszug aus dem isofloc Brandschutz-Sonderdruck Isoliertechnik 3/98. Autor Edgar Haupt – mit freundlicher Unterstützung von isofloc Wärmedämmtechnik.

Prüfkriterien sind die Standsicherheit, die Wahrung des Raumabschlusses und die Temperaturbegrenzung auf der feuerabgewandten Seite. Die Klassifizierungen bestimmen die Brandschutzqualitäten, die ein Gebäude in seinen Bauteilen je nach Nutzung und Risikoabschätzung zu erfüllen hat. Je höher das Gebäude, je mehr Wohneinheiten und je mehr Personen sich aufhalten, umso höher die Brandschutzanforderungen.

Da Bau- und Dämmstoffe aus Naturfasern, wie eben Zellulose, brennbar sind, ist ihre baurechtliche Zulassung eingeschränkt. Allerdings erreichen Baukonstruktionen, die vollständig aus natürlichen Baumaterialien bestehen, durchaus Feuerwiderstandsklassen bis zu F 90 B oder AB. Brandschutztechnisch wirksam  sind dabei in erster Linie Verkleidungen aus Gipsplatten (A-Baustoffe); der verdichtete Einbau von Zelluloseflocken unterbindet dabei die für offene Flammen notwendige Sauerstoffzufuhr innerhalb der Bauteile. Gleichzeitig schützen Zelluloseflocken die tragenden Hölzer vor frühzeitigem Abbrand, wie die Prüfungssimulationen zeigen und eben auch die Realität bewiesen hat.

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Auch bei Temperaturen über 800 ° Celsius blieben in den beschriebenen Bränden Sparren und Pfetten unversehrt, nur an deren feuerzugewandten Oberflächen bildeten sich Ruß- oder dünne Verkohlungsschichten. Diese holztypische, nämlich brandverzögernde Eigenschaft kennzeichnet auch den Zellulosedämmstoff: er glimmt bei der Beflammung oberflächlich, bildet aber keine eigene Flamme. Brandschutzprüfungen zeigen weiterhin, dass selbst wenn eine Beplankung versagen sollte, die schützende Wirkung des Zellulosedämmstoffes noch über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt. A-Dämmstoffe, wie z.B. Glaswolle mit einem Schmelzpunkt von 600 ° Celsius, bieten dagegen nach Zerstörung der Beplankung keinen Beitrag zur Verlängerung der Brandwiderstandsdauer mehr. Fazit: die Klassifizierung nach A und B greift zu kurz, erst die Qualität der Bauteile erlaubt eine realistische Bewertung des Brandverhaltens von Material und Konstruktion.

Viele Gründe sprechen für isofloc-Dämmungen, auch und gerade in Hinsicht auf das unproblematische Brandverhalten. Brandversuche, aber auch die Beispiele aus der „Praxis“ belegen eindrucksvoll das unproblematische Brandverhalten der Zellulose – übereinstimmend bestätigt von den Genehmigungsbehörden, Gutachtern, den betroffenen Hausbewohnern und der Feuerwehr.  Weitere Informationen finden Sie unter www.isofloc.de

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