Wohnhäuser in Hamburg Langenhorn

Pappdocken als Unterdach / Unterspannbahn

Die Häuser der Walter Klaus Immobilien GmbH & Co. KG im Hamburger Stadtteil Langenhorn sollen im Dachbereich energetisch verbessert werden. Bei den beiden Häusern im Kielstück und in der Moorreye wurde folgender Dachaufbau der in den Jahren 1953-1955 gebauten Häuser festgestellt.
Innenputz, eine Herklithplatte als Putzträger, eine gesteppte Mineralfasermatte beidseitig in Bitumenpapierkaschierung eingelegt, dann der zu dämmende Hohl-raum. Als Dacheindeckung ein Tonziegel in Pappdocken eingelegt.

Pappdocken im norddeutschen Raum

als zusätzliche Abdichtungsmaßnahme

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Vor dem Aufkommen von Unterspannbahnen dienten die Pappdocken insbesondere im norddeutschen Raum als zusätzliche Maßnahme, um das Eindringen von Treibschnee, Flugasche usw. unter die Dachdeckung zu verhindern. Ein Nebeneffekt war ein gewisses Verkleben der gesamten Dachdeckung und damit eine zusätzliche Windsogsicherung. In anderen Regionen wurden die Dacheindeckungen vermörtelt oder massive Unterdächer aus Brettern (auch in Kombination mit einer Auflage aus Dachpappe, später Bitumendachbahn) verbaut. Die Vorläufer der Pappdocken waren Docken aus Stroh.

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Die Pappdocken waren auf die Dachziegel abgestimmt und in der Regel 2 Dachziegel plus etwa 10 cm lang. Die Breite entsprach der Dachziegel plus wiederum etwa 10 cm. Sie wurden auf dem jeweils vorhergehenden Dachziegel mit Überdeckung und der nächstfolgenden Dachlatte verlegt. Die Dachziegel folgten unmittelbar danach. Anschließend wurde das überstehende Ende der Docke um die Köpfe der Dachziegel geschlagen, die nächste Docke folgte usw. Auf diese Weise wurde ein sich überlappendes Unterdach unter der Dacheindeckung erreicht.

Im Vergleich mit ähnlichen Konstruktionen ergab sich für den Diffusionsaufbau ein Problem im Bereich innerer sd-Wert. Die Bitumenpapierkaschierungen, mit denen Mineralfaser eingelegt wurden, haben in der Regel einen sehr geringen sd-Wert (ca. 0,10 m). Da es sich bei den Bauvorhaben in der Moorreye und im Kielstück um ein sehr festes Material handelt, wurde in Absprache mit der isofloc Anwen-dungstechnik eine Messung der Bitumenpapierkaschierung bei der Gesellschaft für Materialforschung und Prüfanstalt für das Bauwesen Leipzig mbH (MFPA Leipzig GmbH) vorgeschlagen.
Es wurden drei Materialproben entnommen und zur Messung nach Leipzig zu der MFPA geschickt.

Die Messungen ergaben einen Mittelwert von 4,3m. Die Diffusionsberechnung ergab, dass die isofloc-Dämmung ohne zusätzliche Dampfbremse im Innenbereich eingebaut werden konnte.

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Auftraggeber

Walter Klaus Immobilien GmbH & Co. KG
Gehlengraben 7a
22415 Hamburg
Telefon 040-53050315
Fax 040-53050316

isofloc-Fachbetrieb

Dämmtechnik Paulmann
Burwischweg 5a • 21442 Toppenstedt
Telefon 04173-511716
Mobil 0170-5525223
Fax 04173-511718
Email infoisolierennet
www.isolieren.net

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pdf, 1.5M, 15/12/09, 23 downloads

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